Europäischer Sozialfonds (ESF)

Allgemeines

Prioritätenachsen des Operationellen Programms (OP)

Das OP baut auf den aktuellen sozioökonomischen Gegebenheiten in Baden-Württemberg auf und umfasst drei Prioritätenachsen (A,B,C):

Prioritätenachse A:

Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte.

Prioritätenachse B:

Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung.

Im Rahmen dieser Prioritätsachse wird die Integration von Menschen gefördert werden, die sich in sehr heterogenen, insgesamt jedoch besonders problematischen Lebenssituationen befinden, in denen sich Benachteiligungen insbesondere aufgrund von Schichtzugehörigkeit, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit zumeist überlagern. Angesichts dieser Problem-konstellation, die durch Diversität, Migration und soziale Ausgrenzung charakterisiert ist, sollen in besonderem Maße Ansätze berücksichtigt werden, die den Anforderungen sozialer Innovationen entsprechen. Das betrifft hier hauptsächlich innovative Kooperationsformen auf lokaler Ebene zwischen zivilgesellschaftlichen Akteuren, einschließlich Migranten-organisationen, Familien bzw. Haushalten und Einrichtungen der Regeldienste. Die über-wiegend regionale Förderung in dieser Prioritätsachse ermöglicht die Erprobung bedarfsnaher innovativer Konzepte auf kommunaler Ebene.

Prioritätenachse C:

Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen.
Verringerung und Verhütung des vorzeitigen Schulabbruchs und Förderung des gleichen Zugangs zu einer hochwertigen Früherziehung und einer hochwertigen Grund- und Sekundar-bildung, darunter (formale, nicht formale und informale) Bildungswege, mit denen eine Rück-kehr in die allgemeine und berufliche Bildung ermöglicht wird.

Querschnittziele

Die Querschnittziele Gleichstellung von Frauen und Männern, Transnationale Kooperation und Nachhaltige Entwicklung sind in allen Prioritätsachsen und spezifischen Zielen zu beachten.

Ziele des ESF innerhalb der Regionalen Arbeitskreise

Die Regionalisierung des ESF in Baden-Württemberg erfolgt ausschließlich für den Bereich Arbeit und Soziales und nur in den Prioritätenachsen B und C des OP. Innerhalb dieser Prioritätenachsen können folgende Ziele durch die Regionalen Arbeitskreise umgesetzt werden. Im Einzelnen sind dies die Ziele:

  • B 1.1: Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und der Teilhabechancen von Menschen, die besonders von Armut und Ausgrenzung bedroht sind.
  • C 1.1:  Vermeidung von Schulabbruch und Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit.

Unter der Gesamtverantwortung des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren als zuständiger Verwaltungsbehörde erfolgt die Umsetzung auf regionaler Ebene durch die Regionalen ESF-Arbeitskreise.

Aufgaben des Regionalen Arbeitskreises:

  • Erstellung und Veröffentlichung einer regionalen Arbeitsmarkstrategie ausgerichtet an den regionalen Bedarfen und am Operationellen Programm von Baden-Württemberg
  • Inhaltliche Bewertung regionaler Projektanträge hinsichtlich der Übereinstimmung mit der Strategie des  Arbeitskreises und Erstellung einer Vorschlagsliste
  • Weiterleitung der Vorschlagsliste an die Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank
  • Ergebnissicherung und inhaltliche Prüfung der Verwendungsnachweise im Rahmen der von der Landeskreditbank Baden-Württemberg bewilligten regionalen Projekte im jeweiligen regionalen Wirkungskreis
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Netzwerkarbeit

Mitglieder des ESF-Arbeitskreises

Mitglieder des ESF-Arbeitskreises sind Vertreter des/der

  • Stadt- oder Landkreises
  • Agentur für Arbeit
  • Arge/Optionskommune
  • Arbeitnehmervertretung bzw. Gewerkschaft
  • Arbeitgebervertretung
  • Industrie- und Handelskammer
  • Handwerkskammer
  • Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragten
  • Freien Wohlfahrtspflege
  • Schulen
  • Weiterbildungsträger
  • Außerschulische Jugendbildung

Vorsitzender: Herr Alfred Schmid, Sozialdezernent
Leitung ESF-Geschäftsstelle: Herr Thomas Hirneise

Wer kann gefördert werden?

  • Wohlfahrtsverbände
  • Öffentliche und private Träger
  • Kirchliche und karitative Einrichtungen
  • Sozialpartner, aus dem Bereich Beschäftigung/soz. Eingliederung
  • Kommunen
  • Kommunale Verbände
  • Bildungs- und Selbsthilfeeinrichtungen

Weiterführende Informationen

ESF im  Landkreis Böblingen:

Arbeitsmarktstrategie für das Jahr 2020-2021 (439,1 KiB)

Ausschreibung für das Jahr 2020 (129,6 KiB)

Schulungsangebote für Träger

ESF in Baden-Württemberg:

Informationen der Landesregierung zum Europäischen Sozialfonds erhalten Sie über folgenden Link www.esf-bw.de. Das Antragsformular sowie weitere Informationen finden Sie  im Download-Center unter der Rubrik „Ministerium für Soziales und Integration“ – Regionale Förderung“

Kontakt

ESF-Geschäftsstelle
Regionales Jobcenter Leonberg
Thomas Hirneise
Eltinger Str. 61
71229 Leonberg

Tel: 07152 / 9343-44
Fax: 07152 / 9343-66
E-Mail: Thomas.Hirneise2@jobcenter-ge.de