Wassergefährdende Stoffe

Millionen Tonnen wassergefährdender Stoffe werden jedes Jahr hergestellt, behandelt, verwendet, gelagert, abgefüllt oder umgeschlagen. Dieser ständige Umgang mit wassergefährdenden Stoffen birgt Risiken, die erkannt und beseitigt werden müssen.
Im Wasserrecht gilt der „Besorgnisgrundsatz“ d.h.: „Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen müssen so eingebaut, aufgestellt und betrieben werden, dass eine Verunreinigung der Gewässer nicht zu besorgen ist.“ Für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen bedeutet der Besorgnisgrundsatz, dass - weder im bestimmungsgemäßen Betrieb noch bei Betriebsstörung - Stoffe austreten und Grundwasser und Boden verschmutzen dürfen.

Hinweise für Heizöltankbesitzer

Heizöl-Tankanlagen unterliegen nach den Bestimmungen der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) der Prüfpflicht durch amtlich zugelassene Sachverständige (457,4 KiB).

Die Prüfung ist vor Inbetriebnahme, bei wesentlichen Änderungen, darüber hinaus in regelmäßigen Abständen und bei Stilllegung vorzunehmen.

Die regelmäßig wiederkehrenden Prüfungen sind vom Betreiber selbst unaufgefordert und innerhalb der gesetzlichen Fristen (233,9 KiB) zu veranlassen.

Für Arbeiten (Errichtung, Innenreinigung, Instandsetzung, Stilllegung) an einer Anlage, die mehr als 1.000 Liter hat, ist zusätzlich ein Fachbetrieb (582,3 KiB) nach AwSV zu beauftragen.

Für weitere Fragen erreichen Sie die zuständigen Sachbearbeiter unter der Telefonnummer 07031/663-1126 oder -1710.

Merkblätter für häufig vorkommende Anlagenarten finden Sie unten. Diese informieren Sie über die wichtigsten wasserrechtlichen Anforderungen und  helfen, eventuell bestehende Mängel an Ihrer Anlage zu erkennen und diese mit angemessenem Aufwand zu beseitigen.

Hinweise für Betriebe und Unternehmen

Der gewerbliche Umgang mit wassergefährdenden Stoffe unterliegt ebenfalls den Bestimmungen der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV). Sowohl kleine Betriebe wie z.B. Autowerkstätten, als auch große Unternehmen sind verpflichtet negative Einflüsse auf die allgemeinen Schutzgüter Wasser und Boden durch die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zu vermeiden.
Je nach Art, Größe und Lage (z.B. in Wasserschutzgebieten oder Überschwemmungsgebiete) der Anlage besteht auch hier die Prüfpflicht durch einen Sachverständigen. Die regelmäßig wiederkehrenden Prüfungen sind wie im privaten Bereich vom Betreiber selbst unaufgefordert und innerhalb der gesetzlich geregelten Fristen zu veranlassen. Soll eine Anlage zum Lagern, Abfüllen oder Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen neu errichtet bzw. wesentlich geändert werden, ist dies dem Landratsamt Böblingen in der Zuständigkeit als untere Wasserbehörde rechtzeitig (min. 6 Wochen vor Beginn der Maßnahme) mitzuteilen, anzuzeigen und gegebenenfalls deren Eignung festzustellen. Die Anzeigeformulare gemäß AwSV sind unter diesem Link zu finden.

Ebenso findet man unter diesem Link die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), mit Begründung sowie zahlreiche weitere Infos zu wassergefährdenden Stoffen.

Für weitere Fragen erreichen Sie die zuständigen Sachbearbeiter im Amt für Bauen und Umwelt unter der Telefonnummer 07031/663-1301 oder -1861.

Kontakt

Landratsamt BöblingenBauen und UmweltParkstraße 1671034 Böblingen

Bereichsleiter:
Markus Friedrich
Tel: 07031 / 663 - 1702
E-Mail: m.friedrich@lrabb.de