Landkreisweite Frühjahrsputzete vom 13. bis 21. März
Diesjährige Aktionswoche gegen Wilden Müll nimmt Zigarettenkippen in den Fokus
Bereits zum dritten Mal in Folge rufen der Abfallwirtschaftsbetrieb Böblingen (AWB) und die Landkreiskommunen zur landkreisweiten Frühjahrsputzete gegen Wilden Müll auf. Die Aktionswoche vom 13. bis 21. März hat sich in den vergangenen Jahren als wirkungsvolles Instrument zur Sensibilisierung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen etabliert. Die breite Beteiligung der 26 Städte und Gemeinden, aber auch vieler Schulen, Vereine, Initiativen sowie engagierter Einzelpersonen zeigt den Erfolg, an den auch 2026 wieder angeknüpft werden soll.
Der AWB koordiniert und unterstützt die Kommunen erneut in der Vor- und Nachbereitung der Frühjahrsputzete: Er stellt den Teilnehmern Müllsäcke und eine Checkliste zur Durchführung zur Verfügung, begleitet die Öffentlichkeitsarbeit und übernimmt die Entsorgungskosten der eingesammelten Abfälle. Die Kommunen organisieren die Aktionen vor Ort, koordinieren Sammelstellen und sorgen für die fachgerechte Entsorgung.
Ein besonderer Themenschwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Zigarettenkippen. Wegen ihrer geringen Größe zwar unterschätzt zählen sie zu den am häufigsten weggeworfenen Abfällen im öffentlichen Raum. Zigarettenkippen enthalten zahlreiche Schadstoffe, die Böden und Gewässer verunreinigen können. Ihr Filter besteht aus einem Kunststoff, der sich nur sehr langsam abbaut. Das aufwendige Entfernen dieser kleinteiligen Abfälle von Gehwegen, Plätzen und aus Grünanlagen verursacht erhebliche Kosten für die Stadtreinigung – und damit für die Allgemeinheit.
„Wir greifen dieses Jahr den Wunsch vieler Kommunen auf, das massive Ärgernis mit den herumliegenden Zigarettenstummeln mehr ins Blickfeld zu rücken“, erläutert Wolfgang Hörmann, Werkleiter des AWB. Allzu verantwortungs- und rücksichtslos schnippen viele Raucher ihre Kippen einfach weg, in der Summe ergeben sich dadurch – vor allem an Bushaltestellen oder in Fußgängerzonen und anderen belebten Bereichen – häufig erhebliche Verschmutzungen. „Gemeinsam können wir aufklären und hoffentlich etwas verändern, denn die Zigarettenreste stellen auch eine Gefahr für Vögel und andere Tierarten dar“, so Wolfgang Hörmann. Zwar gehören die Kippen nicht zu der Sorte wilden Mülls, die in den Zuständigkeitsbereich des Abfallwirtschaftsbetriebs falle. „Wir wollen aber die alljährliche öffentlichkeitswirksame Aktionswoche nutzen, um die Bevölkerung für das Umwelt- und Kostenproblem zu sensibilisieren.“
Auf der AWB-Webseite www.awb-bb.de/veranstaltungen können Kommunen, Gruppen und Einzelpersonen oder auch Firmen ihre Sammlungen in der Aktionswoche anmelden. Teilnehmende Gruppen sollten sich im Vorfeld mit ihrer jeweiligen Kommune abstimmen, wohin die gefüllten Müllsäcke gebracht werden sollen.
Auf dieser Webseite werden alle angemeldeten Sammelaktionen auch aufgelistet. So können sich Einzelpersonen oder kleine Teams problemlos einer größeren Gruppe anschließen. Neben den allgemeinen Sammelaktionen sind Sonderaktionen und Projekte zum Themenschwerpunkt Zigarettenkippen ausdrücklich willkommen.
